Akupunktur

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Woher kommt die Akupunktur?

Die Aufzeichnungen über diese Heilmethode gehen in der chinesischen Literatur bis auf das 2 Jdht. vor Chr. zurück. Die Akupunktur, ursprünglich als reine Schmerztherapie eingesetzt, wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Teil der medizinische Versorgung in Asien und wird seit ca. 300 Jahren auch vermehrt in der westlichen Medizin eingesetzt.
Seit 1989 stellt sie eine anerkannte Heilmethode in Österreich dar, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Wie wirkt Akupunktur?

Auf definierten Leitungsbahnen im Unterhautgewebe, den sogenannten Meridianen, fließt nach chinesischer Vorstellung die lebenserhaltende Energie - das Qi. Durch krankheitsauslösende Faktoren von Außen oder innere Regulationsstörungen kommt es zu einer Verteilungsstörung oder Blockade dieser Lebensenergie, wodurch es zu Schmerzen bzw. Funktionsstörungen verschiedener Organe kommt.
Durch das Setzen eines physikalischen Reizes, zum Beispiel durch den Einstich einer Akupunkturnadel oder durch das Zuführen von Wärme, an genau definierten Punkten können diese Energieströme angesprochen und reguliert werden.

Neben der klassischen Körperakupunktur ist auch die Ohrakupunktur eine bewährte Methode, die auf reflektorischen Zusammenhängen zwischen Ohrmuschelarealen und bestimmten Körperregionen basiert. Bei dieser Methode können kleine Nadeln auch längerfristig belassen werden und so einen anhaltenden Reiz setzen. Sie findet vor allem bei chron. Schmerzsyndromen, bei der Raucherentwöhnung oder unterstützend zur Körperakupunktur Einsatz.

Weiters finden auch die Moxibustion, also das gezielte Erwärmen von Akupunkturpunkten mittels glimmenden Beifuß und die Schröpfmassage von Akupunkturpunkten ihren Einsatz .

 

Bei welchen Erkrankungen hilft die Akupunktur ?

  • Schmerzsyndrome aller Art wie akute und chron. Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen, Tennisellbogen, Beschwerden im Bereich der Hüft- und Kniegelenke, Muskelverspannungen und Fibromyalgie
  • Kopfschmerzen wie Spannungskopfschmerzen und Migräne
  • Erkrankungen des Immunsystem wie Allergien, insbes. Heuschnupfen und allergisches Asthma, und erhöhte Infektanfälligkeit, sowie unterstützend bei rheumatologischen Erkrankungen
  • Gynäkologische Erkrankungen: Reizblase, Menstruations - und Wechseljahrbeschwerden, unterstützende Therapie bei Kinderwunsch, Übelkeit in der Schwangerschaft und zur Geburtsvorbereitung
  • Reizdarmsyndrom, unterstützend bei chron. Magen-Darmerkrankungen
  • Schlafstörungen, Burn-out Syndrom, Unruhezustände, psychosomatische Erkrankungen
  • unterstützend bei der Raucherentwöhnung

Wie läuft eine Akupunktursitzung ab?

Beim ersten Kontakt erfolgt eine genaue Anamnese, das heißt eine Erhebung der gesamten Krankengeschichte bzw. der aktuellen Beschwerden. Es folgt eine kurze Untersuchung und die anschließende Ausarbeitung des Therapieplans.
Schon bei diesem ersten Treffen kann auf Wunsch des Patienten die erste Behandlung durchgeführt werden. Die erste Therapiesitzung dauert insgesamt ca. 1 Stunde.
Die Akupunktur als solche erfolgt gewöhnlich im Liegen und die Akupunkturnadeln verbleiben - nach dem Setzen der letzten Nadel - ca. 20. Minuten im Körper.
Jede weitere Sitzung enthält neben einem kurzen Gespräch über den Verlauf , die entsprechende Therapie und dauert in der Regel ca. 30 Minuten.

Ist Akupunktur schmerzhaft?

Die verwendeten Akupunkturnadeln sind sehr dünne Edelstahlnadeln. Der Einstich ist in der Regel nicht schmerzhaft. Nach dem Einstich fühlt der Patient für einige Sekunden ein leichtes elektrisches Ziehen, das entweder lokal oder entlang der Leitungsbahn auftritt. Dieses Ziehen, auch „ De - Qi" genannt, zeigt das Erreichen des Meridians an und ist für den Behandlungserfolg sehr wichtig.

Kann man sich bei der Akupunktur anstecken?

In der Akupunktur werden lediglich sterile Einmalnadeln verwendet, die nach Gebrauch entsprechend entsorgt werden.

Gibt es Nebenwirkungen ?

Die Akupunktur ist in der Regel nebenwirkungsfrei. In seltenen Fällen kann es zu einer vegetativen Kreislaufreaktion mit Schwindel und Übelkeit kommen, die aber nach Entfernung der Nadel sofort verschwindet. Weiters kann es zu kleinen Hämatomen ( blauen Flecken) an den Einstichstellen kommen.
In einigen Fällen kann es in den ersten 2-3 Tagen zu einer Erstverschlechterung kommen, diese ist jedoch vorübergehend und geht meist einer deutlichen Verbesserung des Beschwerdebildes voran.
Es ist wichtig, dass Sie eine eventuell bestehende Schwangerschaft vor Beginn der Therapie angeben, da einige Punkte dann nicht genadelt werden dürfen.

Dauer und Kosten der Therapie?

Die Akupunktur ist bislang nicht als Kassenleistung anerkannt und kann somit leider nicht über die e-card verrechnet werden. Als Privatleistung ist diese vom Patienten selbst zu bezahlen.
Das Erstgespräch, bei dem neben einer genauen Anamneseerhebung und einer kurzen Untersuchung, auch der genaue Therapieplan erstellt wird und die erste Therapie durchgeführt wird, dauert ca. 1 Stunde. Die anschließende Akupunktursitzungen dauern 20-30 Minuten. Wie viele Therapiesitzungen notwendig sind, hängt von dem jeweiligen Erkrankungsbild ab. In einigen Fällen wird je nach Krankenkasse und Krankheitsbild ein Teil der Kosten zurückerstattet.